100 Jahre Tourismus in Fažana
DER BEGINN DES MONDERNEN TOURISMUS
Eine Spur Hoffnung für die Förderung des Tourismus bietet eine üppige, natürliche Landschaft und Berührung mit dem kulturhistorischen Erbe, insbesondere in den Jahren 1900 - 1901, als erste Elemente eines ökologischen Bewußtseins auftauchten, das durch den Sieg über die Malaria sichtbar wurde. Dabei sind die Verdienste des österreichischen Industriellen Paul Kupelwieser nicht zu bestreiten, dem damaligen Besitzer der Inselgruppe Brijuni an der Westküste des 9 Kilomter langen Kanals von Fažana. Der erwähnte Visionär regte durch die Aufwertung des Tourismus auf der Großen Insel Brijuni zu Beginn des 20. Jahrhunderts indirekt das Reisen nach Fažana und über Fažana an. Fažana hatte Anfang des 20.
Jahrhunderts einige Hotels für die Unterbringung der Gäste. Folgende sind zu nennen: Hotel "Belvedere", dessen Besitzer Giacomo Marincovich war, Hotel "Da Privileggio", nach seinem Besitzer Pietro Privileggio genannt und Restaurant "Ai bagni" von Giacomo Sfecich. P. Privileggio, G. Sfecich und Giacomo Marincovich waren auch Vertreter von Fažana in der "Federazione degli esercenti, trattori ed industrie affini di Trieste ed Istria" (Verein der Besitzer von Gasthäusern und Industriebetrieben von Triest und Istrien), der in Pula am 5. April 1900 gegründet wurde.
ANKÜNFTE ÜBER TRIEST, VODNJAN UND PULA
Bis zum ersten Mai 1906 stiegen Touristen, die mit dem Zug aus Wien und anderen mitteleuropäischen urbanen Zentren mit dem Ziel kamen, den Urlaub auf den Brijuni Inseln oder Fažana zu verbringen, meistens in Vodnjan aus. Sie machten die Fahrt mit der Kutsche nach Fažana und von dort mit Fischerbooten nach den Inseln Brijuni. Eine der ersten Kutscher war Martin Mušković, während die Touristen durch den Kanal von Fažana zu den Brijuni Inseln von Michele Corva transportiert wurden. Nach vorher vereinbarten Terminen reiste man mit dem Zug fast ausschließlich nach Pula (Schnellzug, Schlafwagen), wo die Schiffe von Paul Kupelwieser warteten.
Im Jahr 1900 verkehrte zwischen Pula und Fažana ein Omnibus (größerer Wagen) für den Transport von Reisenden und der Post. Der Preis des Transportes in einer Richtung betrug 15 Heller, während die Rückfahrkarte 1 Krone kostete.
Die verstärkte Zuzug von Touristen beeinflußte auch die Zunahme von Dampfschiffen und Segelbooten in Fažana und den Inseln Brijuni. So vergrößerte sich zwischen den Jahren 1905 und 1912 die Zahl der angeführten Wasserfahrzeuge von 796 auf 1034 (Index 130) und auf den Brijuni Inseln von 68 auf 2594 oder um 38 mal mehr.
Fažana lag im Jahre 1853 an der Dampfschifffahrtslinie Triest - Piran - Umag - Novigrad - Poreč - Rovinj- Fažana - Pula - Rabac - Rijeka.
Wegen des immer größer werdenden Ansturms von Gästen und Ausflüglern bestand vor dem 1. Weltkrieg ein Vorhaben des österreichischen Verkehrsministerium in näherer Zukunft eine Linie für die elektrische Straßenbahn Pula - Vodnjan mit Abzweigungen nach Valbandon und Fažana zu errichten. Dieser Plan der Verkehrsverbindung von Pula mit Ortschaften der Vorstadt wurde, wie man weiß, nie verwirklicht.









