Sehen und unternehmen

AN DER RIVA, AM PLATZ, AN DEN STRÄNDEN:
WAS SOLLTE MAN IN FAŽANA UND VALBANDON SEHEN?

Von Fažana bis Valbandon und zurück – entlang der Riva – ebenso bis Pineta: ein wunderschöner Spaziergang, bei dem man das "Atmen" und das "Erzählen" der Wellen und das leise Flüstern der Meeresstille genießen kann. In Fažana sollte man in das Gewirr der kleinen Plätze und Gassen hinein schauen, auf den Rhythmus des Alltags achten und die Gerüche der Küche aufnehmen. Während die Boote an den zwei Molen von Fažana schaukeln, während die Fischer ihre Netze flechten oder die umgedrehten Boote übermalen, vermischt sich der Geruch der gebratenen Fische, der Risottos mit Meeresfrüchten, das Klirren der Gläser am Tisch mit dem Schrei der Möwe, die in der Nähe des kleinen Hafens ein Glitzern im Wasser bemerkt hat.

Mit dem Blick auf die Brioni Inseln, im Hinterland die mediterrane Pflanzenwelt, mit einer Sandbank, die bis ins Meer hinein reicht, lädt Fazana zum ersten Espresso, zu einer nachmittägliche Erfrischung oder zu einem Tropfen am Abend...

Die Stille der Pfarrkirche der Hl. Kosmas und Damian ruft zur Kontemplation und Konzentration im steinernen gotischen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert mit einem charakteristischen gotischen Portal und einer Lunette. Hier befinden sich - ein Werk jüngerer Zeit - die Figuren der heiligen Ärzte, Kosmas und Damian, der Beschützer von Fažana. Am Hauptaltar mit dem Tabernakel sieht man ein Altarrelief mit den Gestalten von Heiligen und Christus in der Glorie. Da steht auch der Altar mit dem Gemälde des Heiligen Andreas und der heiligen Margarete, wie auch der Altar mit den Gestalten der heiligen Ärzte.

Das gotische Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert wie auch "Das letzte Abendmahl" des Malers Zorzo Ventura sind besonders wertvolle Kunstwerke. Die Orgel in der Kirche stammt aus dem Jahr 1858; der Glockenturm ist 27 Meter hoch. Man behauptet, dass sich diese Kirche am tiefsten Punkt von Istrien nur einen Meter über dem Meeresspiegel befinde. Wenn man sie vom Schiff aus betrachtet, scheint es als ob sie eines der Boote im Hafen wäre...

Die Pfarre von Fažana bewahrt ihr Archivmaterial seit dem Jahr 1638 auf. Von den anderen Sakralbauten ziehen die kleine Kirche der Heiligen Jungfrau Maria von Karmel aus dem 14 Jahrhundert mit einer gotischen Statue der Muttergottes wie auch die Freskenreste - mit einer sichtbaren Notenschrift - aus dem 15 Jahrhundert die Aufmerksamkeit auf sich. Die kleine Kirche des Heiligen Johannes des Apostels (16. Jh.) im Ortsfriedhof sowie die des Heiligen Elysion "Im Feld" (6. Jh.) sind ebenfalls bekannte Sakralbauten in Fažana.

Wenn man Valbandon besucht, den dortigen kleinen Hafen mit Gastgewerbebetrieben und einen Spaziergang "über dieBrücke" macht, entdeckt man eine wahre Oase einer mediterraner Stimmung, einen einzigartigen Raum des Meereserlebnisses, weit weg vom hastigen Treiben. Als ob hier alles für Spaziergänge und Erholung geschaffen wäre. In dieser kleinen Bucht wurden früher intensiv Muscheln gezüchtet und man nimmt an, dass hier in der Antike Purpur hergestellt wurde.

Im Pulaer Antifonarium aus dem 12. Jahrhundert befinden Schriftzeilen, die nach Deutung von Dr. Dragutin Nezić, des verstorbenen Bischofs von Poreč-Pula, lauten: "Die Zufluchtstätte erbaute er als Bewohner von Fažana. Viele lehrte er hier als guter Lehrer..." es handelt sich um den Heiligen Florian, dem auch eine der kleinen hiesigen Kirchen gewidmet ist. Neben zahlreichen verschiedenartigen Angaben wird angeführt, dass der heilige Florian im 7. Jahrhundert nach seiner Reise ins Gelobte Land hierher kam als Bischof von Treviso in Norditalien.

Seine heiligen Reliquien werden in der Kathedrale von Pula aufbewahrt, ihm sind einige Kapellen in Istrien geweiht. Das alte Toponym der Bucht Sors Florianum in Valbandon wie auch das spätere Fioran bewahren die Erinnerungen an diesen Heiligen.