Der kanal von Fažana im 1. Weltkrieg

In den Jahren vor Kriegsausbruch wurden die Befestigungsanlagen auf der Kleinen und Großen Brioni-Insel und Barbariga ausgebaut. Neue und ausgeklügelte Befestigungsanlagen wurden gebaut und an Schlüsselstellen der Küstenbefestigungen neue Waffen mit größerer Reichweite eingebaut. Die Verteidigung des Kanals wurde auf ein höheres Niveau gebracht und damit noch einmal die Bedeutung des Kanals selbst betont. Zu Beginn des 1. Weltkrieges wurden vor den ganzen Gewässern von Pula Barrieren mit insgesamt 1450 Seeminen angebracht. Außer den angelegten Minenfeldern wurde der Kanal von Fažana vom Norden und Süden durch eine Barriere und durch Hindernisse gegen Unterseeboote ausgestattet. Der Kanal von Fažana wurde als perfekt geschütztes Gebiet, nicht nur vor Feinden, sondern auch gegen Winde, zum sicheren Ort für Unterseeboote und Wasserflugzeuge. Zu Kriegsbeginn wurde die Unterwasserflotte aus dem Hafen von Pula zur Großen Brioni-Insel verlegt. Im Jahr 1917 kehrten die noch aktivenUnterwasserboote in den Hafen von Pula zurück. Auf Brioni befand sich bis Kriegsende die Ausbildungsstätte für die Besatzung von Unterseebooten.
Schon im Jahr 1912 kau_e die k.k. Kriegsmarine die Erholungsstätte Valbandon und die Insel Kozada, wo eine Fliegerschule für Piloten für Wasserflugzeuge begründet wurde. Im Kanal von Fažana auf dem Gebiet von Puntižela wurde eine neue Marinestation für Wasserflugzeuge errichtet, die im Jahr 1915 eröffnet wurde. Puntižela wurde die neue operative Station des Marineflugwesens. Die frühere Station auf der Insel Hl. Katharina wurde zum Arsenal für Flugzeuge. Auch nach dem Krieg bewahrte das italienische Militär auf Puntižela bis zum Jahr 1922 die beschlagnahmte Militärausstattung auf. Danach wurde es zu einer Fliegerschule der italienischen Marine.