S.M. Corvette Fasana

Die österreichisch-ungarische Kriegsmarine unterstützte wissenschaftliche Forschungen und Schulreisen mit ihren Segelschiffen. Außer einigen Schiffen, die auf den Weltmeeren unterwegs waren und dabei unterschiedliche Erfahrungen sammelten, wie auch die Informationen über die kaiserlichkönigliche Monarchie verbreiteten, trug ein wunderschönes mit Dampfantrieb betriebenes Segelschiff den Namen Fažana über die Weltmeere. Es war das
Holzschiff „Fasana“ mit drei Masten. Das Holzschiff wurde im Hafen von Triest gebaut und dort zu Wasser gelassen. Mit seinen 70 Metern Länge und 2500 Bruttoregistertonnen bot es Raum für 256 Besatzungsmitglieder und 18 Offiziere. Am 1. Septembertag des Jahres 1891 fuhr das Schiff aus dem Hafen von Pula aus und segelte entlang der Küste Algeriens und Gibraltars über den Atlantik und legte Mitte November in Rio de Janeiro an. Nach Montevideo, Punta Arenas und Valparaiso legte es am 23. April 1892 in San Franzisko an. Auf der Reise aus Amerika Richtung Hawai starb Kapitän Schweisgut und wurde in Honolulu begraben. Mit dem neuen Befehlshaber, Kapitän Julius Ripper, setzte es seine Fahrt über Japan fort, wo es einen Taifun überstand. Dann elangte es in die Häfen von Hongkong, Singapur und Sri Lanka und erreichte im Januar 1893 die Bucht von Aden. Nach 17 Monaten kehrte es am 14. Februar 1893 in den Hafen von Pula zurück. Das Segelschiff „Fasana“ umsegelte von Juli 1871 bis März 1895 sechsmal Weltmeere und Ozeane, wonach es noch zwei Jahr im Dienst blieb. 1897 wurde es zu einem Hulk umgebaut und diente als Schulschiff zur Ausbildung von besonderen Agenten. 1902 wurde der Name des Schiffes zu „Gamma“ und diente auch als Schulschiff für das Auslegen von Minen und zur Ausbildung von Telegrafisten.